Erste Anzeichen für die Aufhebung von Iransanktionen

Silberstreifen am Horizont 

Nach einer Information des angesehenen Wall Street Journals haben sich vor wenigen Tagen Vertreter des Weltkonzerns Apple mit iranischen Geschäftsleuten in London getroffen. Dabei sollen sich die Apple-Manager mit den Iranern über eine zukünftige Verkaufsstrategie von Apple-Produkten im Iran beraten haben. Apple will angeblich keine eigenen Filialen im Iran eröffnen sondern mit iranischen Partnern zusammen arbeiten, die ausschließlich Apple-Geräte verkaufen. Das Wall Street  Journal bezieht sich bei dieser Aussage auf Insiderkreise.

Dem stehen zurzeit das Embargo der Europäischen Union und die noch schärferen Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen den Iran entgegen.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Apple-Manager diese konkreten Verhandlungen nicht ohne das Wissen oder die Zustimmung der amerikanischen Regierung geführt haben. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass die Sanktionen aufgehoben werden könnten. Auch die im Moment noch laufenden Verhandlungen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, welche unter Beteiligung Deutschlands stattfinden, werden mit dem Ziel geführt, ein Abkommen zur friedlichen Nutzung der Atomenergie durch den Iran zu verabschieden und die Sanktionen aufzuheben, unabhängig des normalen Ausfuhrverfahrens.

Ein weiteres Indiz für die Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist die Tatsache, dass Präsident Obama dem iranischen Staatsoberhaupt Ajatollah Khamenei einen Brief geschrieben hat, mit der Absichtserklärung, sein Land bei der Bekämpfung des Islamischen Staats mit einzubeziehen. Auch aus deutschen Wirtschaftskreisen werden diejenigen Stimmen immer lauter, die den lukrativen Handel mit dem Iran wiederbeleben wollen. Das deutsche Engagement im Iran war immer sehr stark und musste nach dem Erlass der Sanktionen weit zurückgefahren werden.