Erhöhtes Risiko für Geschäftsreisen nach Israel

Erhöhtes Risiko für Geschäftsreisen in Israel

Expertentipp von Carsten Hesse

Die derzeitige Situation in Jerusalem und anderen Teilen Israels belegen eine sich gravierend verschlechternde Sicherheitslage. Attentate und Anschläge sind für Beobachter bereits die Anzeichen einer dritten Intifada der Palästinenser gegen die staatlichen Organe Israels. Eine weitere Eskalation der Situation ist daher wahrscheinlich.

Geschäftsreisen nach Israel

Aus dieser Situation resultiert ein erhöhtes Risiko für Geschäftsreisen nach und in Israel. Dabei ist zwar nicht anzunehmen, dass deutsche Geschäftsleute gezielt als Anschlagsziele ausgewählt werden, allerdings besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, zufällig Zeuge bzw. auch Opfer von Terrorakten oder gewalttätigen Auseinandersetzungen zu werden. Zum Schutz der Reisenden sowie der dort ansässigen deutschen Mitarbeiter sind weitere Vorkehrungen zu treffen. Folgend sind grundlegende Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln für eine Geschäftsreisen nach Israel aufgeführt

Sicherheit in Israel / Jerusalem

Grundsätzlich ist in allen Teilen Israels eine erhöhte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit gegenüber kritischen Situationen unerlässlich. Sogenannte „low-tech“-Attentate mit Fahrzeugen, Messern oder anderen, als Waffen verwendbaren Gegenständen können prinzipiell überall im Land stattfinden. Die Ausführung „klassischer“ Anschlagsvarianten unter Einsatz von Sprengstoffen oder Selbstmordattentätern ist in Zukunft ebenfalls wahrscheinlich und stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Geschäftsreisen nach Israel dar.

Sicherheitsdienst – Empfehlung für Geschäftsreisende

Der Aufenthalt außerhalb von gesicherten Arealen sollte auf ein Minimum begrenzt werden. Als gesichert werden Gebäude und Anlagen verstanden, bei denen externe bzw. unbekannte Personen erst Zutritt erhalten, wenn ihre Identität geprüft wurde. Gesicherte Areale verfügen z.B. über eine feste Umfriedung und ein Zutrittskontrollsystem mit permanent verschlossenen Türen bzw. Toren, Fahrzeuge können davor nicht abgestellt werden. Der Zugangsbereich wird durch ein Kamera- bzw. Alarmsystem überwacht, das personell besetzt ist. Zufahrten zum Areal sind durch stabile Barrieren gesichert und minimieren so das Risiko für Geschäftsreisen nach Israel. Generell sind Anlagen zu bevorzugen, die permanent von einem qualifizierten Sicherheitsdienst vor Attentate und Anschläge geschützt werden. Bei Unterkunft in Hotels oder anderen Residenzen sollte vorab geprüft werden, ob sie den genannten Anforderungen eines gesicherten Areals entsprechen um alle möglichen Risiken weitestgehend zu minimieren.

Grundsätzlich zu meiden sind die vorwiegend von Palästinensern bzw. arabisch-stämmigen Israelis bewohnten Gebiete in Ost-Jerusalem. Dort fanden bislang die massivsten gewalttätigen Auseinandersetzungen, Attentate und Anschläge statt. Generell zu meiden sind alle für die Religionsgemeinschaften symbolträchtigen Orte. In Jerusalem zählen dazu die Altstadt, das Areal um den Tempelberg inkl. der Al Aqsa Moschee, die Klagemauer und die Grabeskirche.

Expertentipp für Geschäftsreisen nach Israel

Besuchen Sie keine Freiluftmärkte und Einkaufszentren und nutzen Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel. Von Taxis wird abgeraten, da bei den Fahrern unklar ist, ob sie sich an essentielle Sicherheitsregeln halten. Verlangen Sie für Transfers einen qualifizierten Chauffeurservice um Attentaten und Anschlägen aus dem Weg zu gehen. Vereinbaren Sie mit dem Fahrer, dass für Auseinandersetzungen bekannte Örtlichkeiten weiträumig umfahren werden. Für Fahrten zu Zielorten sollten immer primäre und Alternativrouten vereinbart werden. Wählen Sie unauffällige Mittelklassefahrzeuge.

Für weitere Auskünfte zur Erhöhung der Sicherheit bei Geschäftsreisen nach und innerhalb von Israel stehen die Experten von KDM gern zur Verfügung.